Über mich
Lerne die Person hinter den Experimenten kennen.
Was mich interessiert
Ich untersuche, wie komplexe Schallsignale dargestellt und verstanden werden, besonders unter schwierigen Hörbedingungen. Im Mittelpunkt stehen Sprachverstehen im Störgeräusch, binaurales Hören, räumliche Maskierungsentlastung und zeitliche Hinweise, mit denen Hörende Schallquellen voneinander trennen. Mich interessiert die Lücke zwischen einem unauffälligen Reintonaudiogramm und realen Schwierigkeiten in lauten Räumen. Dazu gehören Einflüsse des Alters, akustischer Traumata sowie möglicher Veränderungen in peripherer und zentraler Verarbeitung.
Die Forschung verbindet Verhaltensexperimente, physiologische Messungen und quantitative Modelle. Daten von Menschen werden durch Arbeiten an Mongolischen Rennmäusen ergänzt, bei denen kontrollierte Schallbelastung und neuronale Messungen Hypothesen zu altersbedingtem Hören und cochleärer Synaptopathie direkter prüfen lassen. Modelle sind wichtig, weil sie Annahmen explizit machen und akustische Merkmale mit vorhergesagter Leistung verknüpfen. Neuere öffentliche Arbeiten behandeln zeitliche Feinstruktur, Sprachlautdiskrimination und die neuronale Repräsentation schneller Modulationen. Ziel ist zu verstehen, welche Hörhinweise robust bleiben, welche verloren gehen und wie Labormessungen Kommunikation in realistischen Situationen besser vorhersagen können.
Warum ich zum Albert Lab kam
Das Albert Lab schafft eine direkte Verbindung zwischen auditorischer Wahrnehmung und den mechanischen und zellulären Prozessen, aus denen Hörsignale entstehen. Das ist wertvoll, weil Verhalten das Ergebnis vieler gekoppelter Stufen ist: Schallübertragung, Rezeptormechanik, neuronale Kodierung, binaurale Integration und Entscheidungsprozesse. In einer Gruppe, die Schwingungen, Physiologie und Verhalten messen kann, lassen sich Fragen formulieren, die diese Ebenen verbinden, statt sie getrennt zu behandeln.
Auch das Oldenburger Umfeld der Hörforschung unterstützt Kooperationen zwischen Tierphysiologie, Akustik, Audiologie und computergestützter Analyse. Meine Perspektive bringt Erfahrung in Psychoakustik, vergleichenden Verhaltensparadigmen und Modellen des Sprachverstehens ein. Umgekehrt eröffnet das Albert Lab mechanistische Ansätze, die erklären können, warum bestimmte Wahrnehmungseffekte auftreten. Besonders wichtig sind mir Projekte, in denen Modelle an sorgfältig entworfenen Experimenten geprüft und bei Bedarf verändert werden. Die Gruppe ist deshalb ein guter Ort für Arbeiten, die kontrollierte Sinnesmessungen mit den komplexen Hörsituationen von Menschen und Tieren außerhalb des Labors verbinden.
Was ich sonst noch teilen möchte
Mein öffentliches Forschungsprofil umfasst binaurale Sprachverständlichkeitsmodelle, Schalllokalisation, Sprachdiskrimination, zeitliche Verarbeitung und altersbedingte Hörveränderungen. Ein wiederkehrendes Thema ist, dass Hörfähigkeit nicht allein durch Schwellen in Ruhe beschrieben werden kann. Das Hörsystem muss schnelle Veränderungen verfolgen, Unterschiede zwischen den Ohren nutzen und relevante Signale in Nachhall und konkurrierendem Geräusch erkennen. Vergleichende Studien helfen, einzelne Mechanismen zu isolieren und zugleich ihre Bedeutung für Verhalten zu erhalten.
Wichtig sind mir außerdem transparente quantitative Werkzeuge. Öffentlich zugängliche Arbeiten umfassen Software zur Analyse auditorisch evozierter Hirnstammpotentiale und Modelle, die akustische Eingänge in prüfbare Vorhersagen überführen. Solche Ressourcen erleichtern Vergleiche zwischen Laboren und zeigen, wo ein Modell funktioniert oder scheitert. Die persönlichen Angaben auf dieser Seite sind ein öffentlich informierter Entwurf und keine Aussage über nicht veröffentlichte private Interessen. Belastbar ist jedoch das langjährige Interesse an präziser Hörmessung, realistischen Kommunikationsproblemen und der Verbindung von Verhaltensdaten mit mechanistischen Erklärungen.



